Corona-Antigenschnelltest liefert sofortiges Ergebnis

Gute Nachrichten für Patienten und pflegerisches Personal: das Lennestädter St. Josefs-Hospital und das St. Martinus-Hospital nutzen ab sofort neben dem PCR-Test über ein externes Labor sowie dem Schnelltest, der hausintern im eigenen Labor des St. Martinus-Hospitals durchgeführt wird, einen weiteren Test zum Nachweis einer COVID-19-Infektion. In beiden Häusern kommt nun zusätzlich ein Antigentest zum Einsatz.

Das Handling des Tests ist denkbar einfach: es wird ein tiefer Rachenabstrich genommen, welcher dann in eine Kontrolllösung gegeben wird, die anschließend auf den Teststreifen geträufelt wird. „Der Abstrich kann von medizinischem Fachpersonal entnommen und unmittelbar vor Ort ausgewertet werden – wir benötigen dazu kein Labor“ erklärt Tobias Quast, Pflegedirektor der Katholischen Hospitalgesellschaft Südwestfalen.

Das Prinzip des Tests ist vergleichbar mit dem einen Schwangerschaftstests für den Hausgebrauch: ein Strich auf dem Teststreifen ist der Kontrollstreifen, der anzeigt, dass die Funktionalität des Tests gegeben ist – erscheint ein zweiter Strich, so bedeutet dies ein positives Testergebnis. Bereits nach etwa zehn bis 15 Minuten liegt das Ergebnis des Antigentests vor. Darin liegt ein echter Vorteil für die Krankenhäuser: die Auswertung ist deutlich schneller als die des PCR-Schnelltests, der immerhin nach Entnahme des Abstriches noch rund 45 Minuten bis zum Ergebnis benötigt – und die Fahrtzeit entfällt, denn die Tests aus dem St. Josefs-Hospital mussten bislang aus Lennestadt nach Olpe zur Auswertung transportiert werden, was eine zusätzliche Zeitverzögerung bedeutete. „Für uns bedeutet ein schnelleres Ergebnis im Umkehrschluss, dass wir weniger isolieren müssen, also keine Zimmer eventuell unnötig belegen, und somit die Möglichkeit haben, mehr Patienten zu behandeln“ erläutert Geschäftsführer Johannes Schmitz.

Und die Sicherheit des Tests? „Die liegt laut Hersteller bei 98%“ weiß Quast. „Unsere Teststrategie sieht vor, dass im Falle eines positiven Testergebnisses nochmal mittels PCR nachgetestet wird.“

Rainer Jäschke, ärztlicher Leiter der zentralen Aufnahme, ergänzt: „Wir haben damit Gewissheit – das gibt sowohl unseren Patienten als auch den Mitarbeitern mehr Sicherheit, so dass wir uns der medizinischen Versorgung des Patienten widmen können, die nicht im Kontext mit Corona stehen.“

Getestet werden stationäre Patienten sowie Patienten, die einen ambulanten Eingriff haben, außerdem auch die Begleitpersonen – diese müssen allerdings, sofern nicht medizinisch indiziert (wie beispielsweise Begleitpersonen bei Kindern) die Kosten in Höhe von 50,-- Euro für den Test als Wahlleistung selbst tragen.

Foto: Pflegedirektor Tobias Quast; Christian Stroh, Leitung IZA/CPU, und Rainer Jäschke, ärztlicher Leiter der zentralen Aufnahme, mit dem neuen Corona-Antigentest.

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