Jubilare am St. Josefs-Hospital geehrt

Sichtbare Veränderungen sowohl im Äußeren als auch im Inneren des Krankenhauses

Lennestadt. Bis auf den letzten Platz besetzt war die Cafeteria des St. Josefs-Hospitals zum traditionellen Patronatsfest, das am vergangenen Mittwoch gefeiert wurde. Nach einer Messe in der Krankenhauskapelle begrüßte der Verwaltungsratsvorsitzende Wilhelm Rücker alle Anwesenden, insbesondere die diesjährigen Jubilare, die dem Haus seit 25 bzw. 40 Jahren die Treue erweisen. 

In seiner Ansprache wies Rücker auf den zunehmenden Druck hin, der seitens der Politik auf die Krankenhäuser ausgeübt wird – seien es Mindestmengenregelungen für bestimmte Operationen, schärfer werdende Qualitätsvorgaben oder erhöhte Dokumentationsvorgaben sowie die täglichen Dokumentationspflichten zur Personalbesetzung. Auch die hohen Prüfquoten durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen, welche zu beträchtlichen Rechnungskürzungen führen, sowie der zunehmende Ärzte- und Pflegepersonalmangel seien Belastungen, mit denen das St. Josefs-Hospital zu kämpfen habe. Diese Entwicklungen erhöhen den Druck, flexibler zu werden und gewohnte Dinge und Abläufe zu ändern, um zukunftsfähig zu bleiben, erklärte Rücker. „Doch das geht nicht ohne Sie, liebe Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Mit viel Einsatz und Engagement erhalten Sie den Alltag in unseren Einrichtungen aufrecht und arbeiten gleichzeitig daran mit, den immer größer werdenden Anforderungen von außen zu begegnen“ sprach er den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen Dank aus. 

Neben den Pflegekräften, die an 365 Tagen im Jahr im Einsatz sind und sich liebevoll um ihre Patienten kümmern, hob er besonders das Engagement der Chefärzte Dr. med. Martin Asbach (St. Josefs-Hospital) und Dr. med. Karl-Heinz Ebert (St. Martinus-Hospital) hervor, welche bereits seit einigen Monaten sowohl in Lennestadt als auch am St. Martinus-Hospital in Olpe tätig sind und das Zusammenwachsen der beiden Häuser aktiv vorantreiben. Rücker betonte, dass eben dieser Zusammenschluss ein wichtiges Anliegen der KHS sein und dankte in diesem Zuge Dr. med. Christine Menges, die seit nunmehr einem Jahr als ärztliche Direktorin standortübergreifend für beide Kliniken die Kommunikation zwischen den Chefärzten fördert.

Bereits im 2. Jahr ist Dr. med. Oliver Weber Chefarzt am St. Josefs-Hospital – die Zahlen in der Endoprothetik verzeichneten im vergangenen Jahr einen bemerkenswerten Anstieg, lobte Rücker.

Doch nicht nur die Veränderungen innerhalb des Hauses kamen zur Sprache. Ein Thema, das im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt hat, ist der Anstrich des St. Josefs-Hospitals. Aufgrund des Schimmelbefalls war ein neuer Anstrich dringend notwendig. „Doch warum haben wir uns ausgerechnet für diese auffällige Neugestaltung entschieden und nicht eine neutralere Variante gewählt?“ fragte Rücker. Bereits beim Bau des Hauses hat sich der Architekt an der Lennestädter Landschaft orientiert und versucht, diese in der Architektur des Hauses aufzugreifen. Das Haus wurde nicht einfach in die Höhe gebaut, es ist mit gerade drei Etagen ein niedrig erbautes, aber langes Krankenhaus – so passt es sich optisch der Umgebung an. „Diese Idee wurde nun auch farblich aufgegriffen. Betrachten Sie das Gebäude von außen und Sie werden sehen, dass sich im Anstrich die Landschaft widerspiegelt“ erklärte Rücker die Idee, die hinter dem Anstrich steht.

In seinem Ausblick auf das Jahr 2019 wies der Verwaltungsratsvorsitzende auf die bevorstehende Neueröffnung des psychiatrischen Tagesklinik sowie der psychiatrischen Institutionsambulanz (PIA) im Herbst hin. „Die Bettenanzahl erhöht sich damit von 187 auf 202 und stärkt unseren Standort weiter“ freute er sich.

Einen der Höhepunkte des Abends bildete die Ehrung der Jubilare durch Pflegedienstleiter Matthias Menke sowie Verwaltungsleiter Christof Blume und Geschäftsführer Johannes Schmitz. Für 40 Jahre Zugehörigkeit geehrt wurden Renate Weber, Hans-Theo Wiese und Dorothea Hanses, ebenfalls seit 40 Jahren im Dienst, jedoch leider verhindert waren Cornelia Würde und Ursula Nelles. Seit 25 Jahren erweisen Astrid Kaiser, Christian Adelmann, Karin Vormberg und Lydia Fehlemann dem St. Josefs-Hospital die Treue, ebenso wie ihre Kolleginnen Beatrix Voss-Arens und Iris Eisenbeiss, die persönlich nicht vor Ort sein konnten.Menke verstand es, unterhaltsam durch die Ehrung zu führen und ließ sich die ein oder andere amüsante Anekdote aus der Dienstzeit der Jubilare nicht nehmen.

 

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