Nebenwirkungen der Chemotherapie reduzieren

Seit 2013 bzw. 2016 sind Sandra Kozik und Karin Hofer im Brustzentrum des St. Martinus-Hospitals als onkologische Fachkräfte beschäftigt. Täglich begleiten sie Frauen durch die schwierige Zeit der Chemotherapie. Dabei sind sie gleichzeitig Onko-Coaches, aber ebenso Zuhörerinnen und Beraterinnen der Patientinnen sowie für deren Angehörige.

„Im Laufe der Zeit haben wir festgestellt, dass es oftmals sehr ähnliche oder sogar gleiche Probleme und Schwierigkeiten sind, mit denen unsere Patientinnen zu kämpfen haben. Auch die Fragen, die während der Therapie aufkommen, sind häufig die gleichen“ berichtet Karin Hofer. Sei es Haarausfall, plötzliche Magen-Darm-Probleme, Erschöpfungszustände oder Gewichtsverlust: die Nebenwirkungen der Chemotherapie sind vielfältig und treten in ähnlicher Form bei den meisten Betroffenen während der Therapie auf.

Das Duo begann, aktuelle Empfehlungen zu verschiedenen Thematiken aufzuschreiben und den Patientinnen an die Hand zu geben. Nach Zustimmung von Chefarzt Dr. med. Jürgen Schwickerath konnten die Anleitungen an die Patientinnen gegeben werden. „Wir haben darauf sehr viel positives Feedback erhalten und festgestellt, dass die Frauen im Umgang mit der Therapie und den einhergehenden Nebenwirkungen immer sicherer wurden“ erklärt Sandra Kozik. 

So entstand die Idee, die Tipps und Empfehlungen zusammenzufassen und eine Broschüre zu erstellen. Die beiden entwickelten einen Ratgeber, der 80 Seiten umfasst. Dieser richtet sich in erster Linie an Betroffene für die Zeit während der Chemotherapie und zeigt die Möglichkeiten der komplementären Therapie auf. „Wir möchten den Betroffenen Ängste und Unsicherheiten nehmen, sie im Umgang mit möglichen Nebenwirkungen unterstützen sowie auf prophylaktische Maßnahmen hinweisen. Dadurch können mögliche Nebenwirkungen sowie Symptome gelindert oder abgeschwächt werden“ fassen die beiden ihr Anliegen zusammen. 

Die Broschüre kann kostenfrei per E-Mail an post@chemobegleiter.de angefordert werden.

 

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