Telefonaktion Herzwoche

Fünf bis sechs Liter Blut pro Minute pumpt das Herz durch unseren Körper und versorgt so unsere Organe mit lebenswichtigem Sauerstoff und Nährstoffen. Schädigt aber ein Herzinfarkt oder ein unbehandelter Bluthochdruck den Herzmuskel, so dass dieser an Pumpkraft verliert und kommt es zur chronischen Herzschwäche (Herzinsuffizienz), hat das schwerwiegende Folgen. Nicht nur das Herz selbst, auch andere Organe wie Gehirn, Nieren oder Muskeln nehmen Schaden. Im fortgeschrittenen Stadium kann die Herzschwäche lebensbedrohlich bis hin zu Herzversagen oder plötzlichem Herztod werden.

Bundesweit sind pro Jahr rund 465.000 Klinikaufnahmen wegen einer entgleisten Herzschwäche zu verzeichnen, rund 40.000 sterben daran. Dabei sind die ersten Anzeichen oft recht unspektakulär, wie PD Dr. Frank van Buuren, Chefarzt an der Medizinischen Klinik am St. Martinus-Hospital Olpe, weiß: „Beim Treppensteigen kommt man plötzlich aus der Puste oder schafft die Bergwanderung nicht mehr. Allgemein fühlt man sich müde und abgeschlagen – das alles können Anzeichen sein“ erklärt er. „ Gerade ältere Personen schreiben diese Symptome, die sich nicht immer gleich dem Herzen zuordnen lassen, häufig dem normalen Alterungsprozess zu – für sie ist das erstmal kein Grund, zum Arzt zu gehen. Wer aber unter Atemnot leidet, der sollte schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen, um die Herzschwäche und ihre Ursachen zu behandeln“, warnt van Buuren.

Wie in jedem Jahr, so führt die Deutsche Herzstiftung auch in 2020 im Herzmonat November die Herzwoche durch, die der Aufklärung und Prävention von Herzerkrankungen dienen soll. Das Motto in diesem Jahr lautet „Das schwache Herz“. Da es bedingt durch die Pandemie leider nicht möglich ist, eine Veranstaltung im gewohnten Rahmen durchzuführen, haben sich die Krankenhäuser der Katholischen Hospitalgesellschaft Südwestfalen (KHS) in diesem Jahr entschieden, eine gemeinsame Telefonaktion im Rahmen der Herzwoche anzubieten.

Am Donnerstag, 19.11.2020, stehen Dr. Martin Asbach und Dr. Martin Bischopink, Chefärzte der Medizinischen Klinik am St. Josefs-Hospital Lennestadt, sowie PD Dr. Frank van Buuren, Chefarzt der Medizinischen Klinik am St. Martinus-Hospital Olpe in der Zeit von 16.30 bis 18.00 Uhr telefonisch unter 02761 - 85 2283 zur Verfügung und beantworten Fragen rund um das Thema Herzschwäche. Interessierte können unter der genannten Rufnummer anrufen und werden dann verbunden.

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